Pflanzenkohle

Inspiriert durch die Terra Preta

Bereits Mitte des 19. Jahrhun­derts wurden im Amazonas- Gebiet tiefschwarze, außerordentlich humusreiche Böden entdeckt – die sogenannte „schwarze Erde“. Diese zeichnen sich durch ihre besonders hohe Fruchtbarkeit aus, aber dürften von Natur aus eigentlich nicht in diesem Gebiet zu finden sein. Die Schlussfolgerung: Terra Preta wurde von Menschenhand geschaffen. Jahrzehntelange Forschung hat gezeigt, dass die früheren Ureinwohner Südamerikas mithilfe von Holzkohle und organischen Abfällen die nährstoffarmen Urwaldböden in Schwarzerden verwandel­ten. Dabei handelt es sich um sehr tiefgründige Böden mit Humusgehalten von 10-20% organischen Kohlenstoff. Zum Vergleich: Ackerböden haben oft nicht mehr als 3% organi­schen Kohlenstoff. Der Koh­lenstoff in Terra Preta ist über tausende Jahre stabil erhalten geblieben und wird kaum abgebaut, wodurch sie ihre positiven Wirkungen auf die Erzeugung von Pflanzen lange Zeit behält und einen Betrag zum Klimaschutz liefert.

Doch das Beste ist: Terra Preta wurde nicht nur in Südamerika gefunden. Inzwischen gibt es auch zahlreiche Funde in Mit­teleuropa, was bedeutet, dass das Prinzip auch hierzulande funktioniert. Inspiriert durch dieses bewährte Prinzip hat die CARBUNA innovative Produkte entwickelt, um die Kraft der Terra Preta der Landwirtschaft zugänglich zu machen.

Wasserspeicher

Die CARBUNA Pflanzenkohle ist ein hochporöses Material, das eine extrem große Ober­fläche von mehr als 400 qm/g aufweist. Das bedeutet, dass nur 10 Gramm die Oberfläche eines Fußballfeldes haben. Ähnlich wie die Poren im Boden sind auch die Poren der Kohle in der Lage Wasser effizient zu binden und gegen Verdunstung und Schwerkraft festzuhalten. Mit diesem ein­fachen physikalischen Prinzip kann CARBUNA Pflanzenkohle den Boden vor Austrocknung schützen.

Nährstoffspeicher

Die Oberfläche der CARBUNA Pflanzenkohle ist der von Bodenpartikeln aus chemi­scher Sicht sehr ähnlich. Sie besitzt eine extrem hohe Anzahl von Austauschern für Nährstoffe. Dadurch ist sie nicht nur in der Lage Nährstof­fe zu binden, sondern sie auch bedarfsgerecht wieder an die Pflanze abzugeben. Darüber hinaus kann CARUBUNA Pflanzenkohle den pH-Wert des Bodens positiv beein­flussen, wodurch ein vorzügliches Milieu für Wurzel und Bodenleben entsteht.

Bodenbiologie

Mehr Wasser, Oberfläche und ausgewogene Nährstoffver­sorgung fördern das Bodenle­ben. Durch diese Effekte der CARBUNA Pflanzenkohle kann das Bodenleben aktiver sein. So fördert ein günstiger pH-Wert zum Beispiel Regenwürmer und Mikroorganismen, die maßgeblich am Humusaufbau beteiligt sind. Untersuchungen haben gezeigt, dass Pflanzen­kohle besonders Mykorrhiza- Pilze fördert, durch welche die Abwehrkräfte der Pflanze signifi­kant gesteigert werden kann.

CO2-Speicher

Pflanzenkohle wird aufgrund ihrer chemischen Struktur kaum chemisch oder physika­lisch abgebaut . Da sie zu über 80% aus Kohlenstoff besteht, kann sie dadurch klimaschädli­ches CO2, das für ihre Her­stellung aus der Atmosphäre entnommen wird, effektiv speichern. So bildet CARBUNA Pflanzenkohle einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.