Pflanzenkohle und zertifizierte Kohlenstoffsenken

 

Pflanzenkohle: Ein Produkt mit vielen Facetten

Pflanzenkohle (manchmal auch Biokohle oder Biochar genannt) ist fester Kohlenstoff, der aus Pflanzen gewonnen wird. Die bekannteste Art der Pflanzenkohle ist Holzkohle. Der Begriff Pflanzenkohle wird in erster Linie für Kohlen verwendet, die nicht für die Verbrennung bestimmt sind. Stattdessen geht es darum die vielfältigen biologischen und technischen Vorteile der langzeitstabilen Pflanzenkohle in unterschiedlichen Anwendungen auszunutzen. In der Landwirtschaft und bei der Baumpflanzung wertet Pflanzenkohle den Boden auf, erhöht die Wasser- und Nährstoffspeicherfähigkeit, fördert das Bodenleben und sorgt für Humusaufbau. In der Industrie dient Pflanzenkohle als Absorber, macht Komposite leitfähig und kann auch als Farbstoff genutzt werden. Egal wo Pflanzenkohle eingesetzt wird: Wenn sie lange Zeit erhalten bleibt, dann sorgt sie dafür, dass große Mengen CO2 dauerhaft gebunden bleiben und schützt so das Klima durch sogenannte Negativemissionen. Bei der Herstellung von Pflanzenkohle wird zudem klimaneutrale Energie erzeugt.

Wie entstehen Kohlenstoffsenken?

Eine Kohlenstoffsenke ist eines der mächtigsten Instrumente, das wir nach dem Ausstieg aus fossiler Energie im Kampf gegen den Klimawandel haben. Während die meisten Klimaschutzmaßnahmen nur weitere Emissionen verhindern, machen Kohlenstoffsenken Emissionen rückgängig. Das reicht zwar nicht aus, um alle aktuellen Emissionen rückabzuwickeln, aber wenn die Menschheit zudem massiv alle Treibhausgasemissionen zurückfährt kann Pflanzenkohle die Technologie sein, die die letzten unvermeidbaren Treibhausgase zurück in die Erde holt.

Kohlenstoffsenke bedeutet, dass Kohlenstoff aus der Luft, also CO2, herausgeholt wird und in eine sicher speicherbare Form überführt wird. Die sicherste Form dieser Speicherung, die wir kennen, ist Pflanzenkohle, die dauerhaft in den Boden oder in einen langlebigen Baustoff eingemischt wurde. Pflanzenkohle ist ein äußerst nützliches Material, macht Böden fruchtbar und wertet Baustoffe auf.
Der Kohlenstoff in Pflanzenkohle kommt aus rein biologischen Stoffen, also unbehandeltem Holz oder Nussschalen oder ähnlichem Material. Diesen Kohlenstoff haben Pflanzen kurz zuvor aus der Luft herausgeholt. Die Natur kennt aber nur Kreisläufe und was gerade noch als festes Pflanzenmaterial vorlag, wird nach dem Tod der Pflanze oder dem Abwerfen der Früchte oder Blätter in der Regel verrotten und damit wieder zu CO2 oder Methan. Wenn wir diesen Kreislauf an der richtigen Stelle unterbrechen und den leicht flüchtigen Pflanzen-Kohlenstoff durch Pyrolyse in eine langzeitstabile Pflanzenkohle umwandeln, haben wir ein Kohlenstoffsenken-Potential geschaffen. Um aus diesem Potential eine Senke zu machen, muss sichergestellt sein, dass die Pflanzenkohle auch wirklich dauerhaft stofflich erhalten bleibt und nicht, zum Beispiel, verbrannt wird.

Damit der ganze Prozess von der Pflanze bis zur Kohlenstoffsenke tatsächlich einen Nutzen für das Klima hat, muss genau nachverfolgt werden, wie viel Kohlenstoff wirklich abgeschieden wurde. Hierzu ist eine Zertifizierung und eine konsequente Nachverfolgung erforderlich. CARBUNA setzt dabei auf die Zertifizierung nach EBC C-Sink, dem Kohlenstoffsenkensystem des European Biochar Certificate und das Überwachungs- und Vermarketungssystem der Senken-Handelsplattform Carbonfuture.


Von Kohlenstoffsenken profitieren

Wer zertifizierte CARBUNA Pflanzenkohle anwendet profitiert dadurch nicht nur von Vorteilen im Boden oder beim Tier, sondern auch von einer substantiellen Gutschrift, die über den Verkauf von Senkenzertifikaten gegenfinanziert wird. Alternativ  kann der Anwender das Zertifikat selbst dazu nutzen seine eigenen Emissionen zu kompensieren. Mehr zum Verfahren finden Sie hier.

Grafische Beschreibung der beiden Optionen A und B für den Handel mit Kohlenstoff-Senken, siehe unsere AGB


Gemeinsam mit Ihnen als Partner

Kohlenstoffsenken-Zertifikate nutzen Landwirten, aber auch Bauherren, Industrieunternehmern und anderen Anwendern in mehrfacher Hinsicht. Neben der Gutschrift sorgen sie auch dafür, dass Pflanzenkohle günstiger angeboten werden kann. Außerdem zeigen die Zertifikate auf, dass Landwirtschaft durch Kohlenstoffsenken aktiv zum Schutz des Klimas beitragen kann und dass diese Dienstleistung wertgeschätzt werden muss.

Produkte mit CO2-Bonus ansehen